Kostenexplosion trifft die gesamte Wirtschaft
Ob Handwerk, Produktion, Handel oder Transport: Kaum eine Branche bleibt von den steigenden Dieselpreisen verschont. Seit Jahresbeginn sind die Preise um über 40 % gestiegen – ein Niveau, das für viele Betriebe nicht mehr tragbar ist.
Zusätzlich belasten weitere Faktoren:
- CO₂-Preis auf Diesel
- hohe Mineralölsteuer (über EU-Durchschnitt)
- steigende Mautkosten
Die Folge: Betriebskosten steigen auf breiter Front, während Margen schrumpfen und Investitionen zurückgestellt werden müssen.
Warum Gewerbediesel die richtige Lösung ist
Der vorgeschlagene Gewerbediesel ist kein radikaler Eingriff, sondern eine gezielte Entlastung. Konkret geht es darum, die zusätzlichen Belastungen – insbesondere durch die CO₂-Bepreisung – teilweise auszugleichen.
Bereits heute erzielt der Staat durch diese Maßnahmen erhebliche Mehreinnahmen. Allein aus Diesel und Benzin wurden in den letzten Jahren über 2 Milliarden Euro zusätzlich eingenommen.
Ein Gewerbediesel würde:
- gezielt jene entlasten, die wirtschaftlich darauf angewiesen sind
- die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Betriebe sichern
- rasch und effizient wirken
Mehr als nur eine Branchenforderung
Oft wird der Gewerbediesel als Thema der Transportbranche gesehen – tatsächlich betrifft er jedoch die gesamte Wirtschaft.
Denn:
- Lieferketten funktionieren nur mit Transport
- Dienstleistungen benötigen Mobilität
- Handwerksbetriebe sind täglich unterwegs
Steigende Treibstoffkosten wirken sich daher direkt auf Preise und Inflation aus. Werden Unternehmen nicht entlastet, steigen langfristig auch die Kosten für Konsument:innen.
Bestehende Maßnahmen greifen zu kurz
Die zuletzt eingeführten Maßnahmen wie die Treibstoffpreisbremse werden zwar als erster Schritt gesehen, reichen jedoch nicht aus. Viele Betriebe berichten, dass die Entlastung im Alltag kaum spürbar ist.
Stattdessen braucht es:
- treffsichere Maßnahmen statt pauschaler Eingriffe
- echte Kostenreduktion statt kurzfristiger Effekte
- Planungssicherheit für Unternehmen
Wettbewerbsnachteil für Österreich
Ein weiterer entscheidender Punkt: In vielen europäischen Ländern gibt es bereits Modelle zur Entlastung von Betrieben – etwa durch Rückvergütungen oder steuerliche Begünstigungen.
Ohne vergleichbare Lösungen droht Österreich:
- an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren
- Unternehmen ins Ausland zu drängen
- Arbeitsplätze zu gefährden
Fazit: Jetzt handeln, bevor es zu spät ist
Österreichs Betriebe halten das Land am Laufen. Sie sichern Arbeitsplätze, Versorgung und wirtschaftliche Stabilität. Doch die aktuellen Rahmenbedingungen bringen viele an ihre Grenzen.
Ein Gewerbediesel ist:
- keine Subvention,
- sondern eine notwendige Rückführung von Mehrbelastungen
Der SWVOÖ fordert daher klar:
Die Einführung eines Gewerbediesels muss jetzt kommen – für Entlastung, Wettbewerbsfähigkeit und einen starken Wirtschaftsstandort Österreich.